Bei den Zuschlägen werden Kategorien und Priorität oft verwechselt und durcheinander gebracht. Wenn man mit "Geldzuschlägen" arbeitet (z.B. Feiertagszuschläge, Nachtzuschläge, etc.) werden nur Prioritäten und keine Kategorien verwendet. Grundsätzlich muss man hier für jeden Zeitraum und pro Tag einen Zuschlag anlegen, also:
- 0 – 4 Uhr (Arbeitsbeginn vor Mitternacht)
- 0 – 4 Uhr (Arbeitsbeginn nach Mitternacht)
- 4 – 6 Uhr
- 6 -22 Uhr
- 22 – 24 Uhr
Diese fünf Zeiträume müssen dann für alle Tage (also Werktage, Sonntag, Feiertag) angelegt werden, somit ergeben sich in Summe min. 15 Zuschläge. Wenn man es ganz korrekt machen möchte, sollte man auch die Spezialtage wie Weihnachten und Silvester dazu nehmen, weshalb man noch ein paar mehr Zuschläge erhält.
Für jeden dieser Zuschläge muss nun ein Kalkulationskonto erstellt werden, in welches dann genau die Zeiten aus den jeweiligen Zeiträumen hineingeschrieben werden. Man sollte also nicht in ein Kalkulationskonto mehrere Zuschläge hineinbringen. Wichtig ist, dass auch der Feiertag in dieselben Zeiträume unterteilt wird.
Nun ordnet man den Zuschlägen eine Priorität zu, damit die Arbeitszeit nur einmal angerechnet wird und zwar im jeweils wertvollsten Konto:
| Zeitraum | Priorität | |
| Werktag (Mo – Sa) | 0 – 4 Uhr (Arbeitsbeginn vor Mitternacht) | 11 |
0 – 4 Uhr (Arbeitsbeginn nach Mitternacht) | 10 | |
| 4 – 6 Uhr | 10 | |
| 6 – 22 Uhr | 10 | |
| 22 – 24 Uhr | 10 | |
| Sonntag | 0 – 4 Uhr (Arbeitsbeginn vor Mitternacht) | 21 |
0 – 4 Uhr (Arbeitsbeginn nach Mitternacht) | 20 | |
| 4 – 6 Uhr | 20 | |
| 6 – 22 Uhr | 20 | |
| 22 – 24 Uhr | 20 | |
| Feiertag | 0 – 4 Uhr (Arbeitsbeginn vor Mitternacht) | 31 |
0 – 4 Uhr (Arbeitsbeginn nach Mitternacht) | 30 | |
| 4 – 6 Uhr | 30 | |
| 6 – 22 Uhr | 30 | |
| 22 – 24 Uhr | 30 |
Die so angelegten Kalkulationskonten entsprechen somit einer Lohnart. Das Lohnprogramm muss dann jeder Lohnart (jedem Kalkulationskonto) den richtigen Stundenlohn zuordnen (bzw. die steuerliche Berücksichtigung).
Das System mit den Kategorien kommt nur dann ins Spiel, wenn mehrere (Zeit-) Zuschläge in ein Kalkulationskonto hineinkommen. Hier wird je nach Kategorie nur der jeweils höchste Wert genommen. Das ist aber nicht der reine Zeitwert, sondern der Zeitwert multipliziert mit den eingestellten Zuschlagsfaktoren.
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